Was beeinflusst die Kosten beim Innenausbau?
Die Kosten für einen Innenausbau in München hängen von zahlreichen Faktoren ab, und pauschale Quadratmeterpreise sind nur bedingt aussagekräftig. Die wichtigsten Kostentreiber sind: Material und Oberflächen (ein Nussbaum-Furnier kostet drei- bis viermal so viel wie eine Melamin-Beschichtung), die Komplexität der Konstruktion (ein schlichter Einbauschrank ist günstiger als ein begehbarer Kleiderschrank mit Beleuchtung und Soft-Close-Auszügen), der Umfang der Vorarbeiten (müssen Wände begradigt, Elektrik verlegt oder alte Einbauten demontiert werden?) und die Montagesituation vor Ort (fünfter Stock ohne Aufzug in Schwabing ist teurer als Erdgeschoss in Unterhaching). Auch der Zeitdruck spielt eine Rolle: Expressaufträge kosten 15 bis 25 Prozent mehr.
Preisübersicht: Was kosten Maßmöbel in München?
Hier eine realistische Übersicht für München im Jahr 2026. Einbauschränke: Ein einfacher Garderobenschrank (2 Meter breit, raumhoch) kostet 2.500 bis 4.500 Euro. Ein begehbarer Kleiderschrank beginnt bei 6.000 Euro und kann bei hochwertiger Ausstattung 15.000 Euro erreichen. Regale und Wohnzimmermöbel: Ein Bücherregal nach Maß liegt bei 1.500 bis 4.000 Euro, ein TV-Möbel oder Sideboard bei 2.000 bis 5.000 Euro. Badmöbel: Ein Waschtischunterschrank mit Spiegel und Beleuchtung kostet 2.500 bis 6.000 Euro. Büromöbel: Ein Einzelarbeitsplatz mit Schreibtisch und Schranksystem beginnt bei 3.000 Euro, komplette Büroeinrichtungen liegen je nach Größe bei 15.000 bis 80.000 Euro. Diese Preise verstehen sich inklusive Aufmaß, Planung, Fertigung und Montage — aber ohne Elektro- oder Sanitärarbeiten.
Küchen nach Maß: Die größte Einzelinvestition
Die Küche ist bei den meisten Innenausbauprojekten der größte Posten. In München sehen wir 2026 folgende Preisbereiche: Eine funktionale Maßküche in L-Form mit soliden Materialien und guten Geräten liegt bei 18.000 bis 28.000 Euro. Eine gehobene Küche mit Naturstein-Arbeitsplatte, Massivholzfronten und Premiumgeräten (Gaggenau, Bora, Miele) bewegt sich zwischen 30.000 und 55.000 Euro. Kücheninseln kosten je nach Größe und Ausstattung 5.000 bis 15.000 Euro zusätzlich. Wichtig zu wissen: Die Geräte machen oft 30 bis 40 Prozent der Gesamtkosten aus. Wer bei den Geräten auf die zweite Linie eines Premiumherstellers setzt — etwa Neff statt Gaggenau — kann ohne spürbaren Qualitätsverlust 3.000 bis 5.000 Euro sparen.
Warum München teurer ist — und wie Sie trotzdem sparen
München ist einer der teuersten Handwerkerstandorte Deutschlands. Die Stundensätze für Schreiner liegen hier bei 65 bis 95 Euro netto — in ländlichen Regionen Bayerns sind es 45 bis 65 Euro. Hinzu kommt, dass Münchner Werkstattmieten hoch sind und sich in den Preisen niederschlagen. Das erklärt, warum identische Möbelstücke in München 20 bis 35 Prozent mehr kosten als in Augsburg oder Rosenheim. Sparen können Sie trotzdem — und zwar intelligent. Erstens: Materialien gezielt wählen. Eiche ist schön, aber europäischer Ahorn oder Buche kosten deutlich weniger und sehen ebenfalls gut aus. Zweitens: Standardmaße nutzen, wo es möglich ist. Wenn Ihre Schubladen 50 cm tief statt 47,3 cm sein können, entfallen Sonderanfertigungen bei den Auszügen. Drittens: Projekte bündeln. Wenn Sie Küche und Einbauschrank zusammen beauftragen, sinken die Planungs- und Anfahrtskosten.
Das WoodHood-Modell: Münchner Qualität, faire Preise
WoodHood verfolgt ein Modell, das die Kostenfrage bei Maßmöbeln grundlegend verändert: Design, Planung und Kundenbetreuung sitzen in Unterhaching bei München, die handwerkliche Fertigung erfolgt in einer eigenen Werkstatt im Kosovo. Dort arbeiten ausgebildete Schreiner mit modernen CNC-Maschinen und hochwertigen Materialien — die Werkstattkosten liegen aber 30 bis 40 Prozent unter dem Münchner Niveau. Für den Kunden bedeutet das: Maßmöbel in Premiumqualität zu Preisen, die deutlich näher an Serienmöbeln liegen. Ein Einbauschrank, der bei einer reinen Münchner Schreinerei 4.500 Euro kosten würde, liegt bei WoodHood bei etwa 2.800 bis 3.200 Euro. Die Qualitätskontrolle und Montage vor Ort übernimmt das Münchner Team — der Kunde hat einen lokalen Ansprechpartner und merkt vom Produktionsstandort nichts.
Kostenplanung: So vermeiden Sie böse Überraschungen
Die häufigste Ursache für Kostenüberschreitungen beim Innenausbau sind nicht überhöhte Handwerkerpreise, sondern mangelnde Planung. Unser wichtigster Rat: Investieren Sie Zeit in die Planungsphase. Lassen Sie ein gründliches Aufmaß machen, bevor ein Angebot erstellt wird. Klären Sie alle Elektro- und Sanitärfragen vor Baubeginn. Definieren Sie ein Gesamtbudget und kommunizieren Sie es offen — ein guter Schreiner wird Ihnen sagen, was in diesem Rahmen möglich ist. Holen Sie mindestens zwei, besser drei Angebote ein, aber vergleichen Sie nicht nur den Endpreis: Achten Sie auf Leistungsumfang, Materialspezifikationen und ob die Montage inklusive ist. Ein günstiger Preis ohne Montage kann am Ende teurer werden als ein höherer Pauschalpreis. Und legen Sie immer 10 bis 15 Prozent Puffer fest — gerade bei Altbauten in München sind Überraschungen die Regel, nicht die Ausnahme.